Hortkonzept 

Einrichtungskonzeption
Hortkonzept 2026.pdf
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Inhaltsübersicht:

 

  1. Rahmenbedingungen der Einrichtung
     
  2. Pädagogisches Selbstverständnis und Leitbild
     
  3. Pädagogische Arbeit im Hortalltag
     
  4. Bildungs- und Förderangebote
     
  5. Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung
     
  6. Netzwerkarbeit und Kooperationen 

1. Rahmenbedingungen der Einrichtung

Der Hort, ist eine Einrichtung im Freizeithaus am Schlossplatz, zusammen mit der Grundschule und dem Freizeittreff, in der das abgestimmte Miteinander von Lernen und Freizeitgestaltung jedem Kind Möglichkeiten und Anreize zur Entwicklung der gesamten Persönlichkeit bieten.

1.1 Träger und Einrichtung

Der Hort am Schlossplatz befindet sich in Trägerschaft der Stadtverwaltung Bützow.

 

Träger: Stadtverwaltung Bützow, Am Markt 1, 18246 Bützow
Ansprechpartnerin: Frau Schmidt

 

Einrichtung: Hort am Schlossplatz, Schloßplatz 3, 18246 Bützow
Ansprechpartner: Herr Kloß

1.2 Lage und Einzugsbereich

Die Einrichtung liegt zentrumsnah im Freizeithaus am Schlossplatz in Bützow. In unmittelbarer Umgebung befinden sich kulturelle, naturnahe und infrastrukturelle Angebote wie das Schloss mit Schlosspark, das “Krumme Haus” mit Bibliothek und Museum, die Hauptgeschäftsstraße mit Kleinhändlern und der Fischerei Pietzak, Grünflächen und Spielanlagen im Rosengarten, sowie die Warnow und der Bützower See.

 

Der Einzugsbereich umfasst Kinder aus der Stadt Bützow sowie aus dem ländlichen Umland des Amtes Bützow-Land.

1.3 Räumliche Bedingungen

Der Hort ist in einem dreigeschossigen Gebäude untergebracht. In angrenzenden Gebäuden befinden sich schulische Räumlichkeiten, die teilweise mitgenutzt werden. Zu unseren Funktionsräumen zählen: ein Freizeitraum, eine Mediothek, eine Experimentierwerkstatt, eine Keramikwerkstatt, ein Kreativraum, eine Lehrküche, ein Entspannungsraum, ein Computerkabinett, ein Werkraum und eine Mehrzweckhalle sowie ein Essenraum mit angrenzender Küche und Essenausgabe.

 

Das Außengelände bietet mit knapp 10000 m² vielfältige Bewegungs-, Spiel- und Naturerfahrungsräume. Es umfasst eine Streuobstwiese, Kleinfußballfeld, Kleinsportanlage mit Kunstrasen, Garten der Sinne, grünes Klassenzimmer, Warnow mit Moorbiotop, Spielplatz mit Kletterkäse, Kletterwand, Seilbahn und zahlreichen weiteren Spielgeräte

1.4 Kapazität, Altersstruktur und Öffnungszeiten

Die Betriebserlaubnis umfasst bis zu 221 Kinder im Grundschulalter von 6 bis 11 Jahren.

 

Die Betreuung erfolgt arbeitstäglich vor Unterrichtsbeginn ab 6:00 Uhr sowie nach Unterrichtsende bis 17:00 Uhr.

In den Ferien wird eine bedarfsgerechte Betreuung im gleichen Zeitrahmen angeboten.

 

2. Pädagogisches Selbstverständnis

2.1 Gesetzliche Grundlagen

Grundlage der pädagogischen Arbeit bilden das SGB VIII, das Kindertagesförderungsgesetz Mecklenburg-Vorpommern (KiföG M-V) sowie die Bildungskonzeption für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Mecklenburg-Vorpommern.

2.2 Ziel

Der Hort am Schlossplatz versteht sich als familienergänzende Bildungs-, Betreuungs- und Erziehungseinrichtung, die Kindern im Grundschulalter einen verlässlichen, sicheren und anregenden Lebensraum bietet. Ziel unserer pädagogischen Arbeit ist es, jedes Kind in seiner individuellen Persönlichkeit ganzheitlich zu fördern und es in seiner sozialen, emotionalen, kognitiven und körperlichen Entwicklung zu begleiten.

 

Unser Ziel ist es, die Kinder zu befähigen, ihre Lebenswelt verantwortungsvoll mitzugestalten, ihre individuellen Stärken zu erkennen und selbstbewusst ihren weiteren Bildungsweg zu gehen.

2.3 Leitbild

Im Hort am Schlossplatz steht das Kind mit seiner Persönlichkeit, seinen Bedürfnissen und Fähigkeiten im Mittelpunkt. Wir schaffen einen verlässlichen, wertschätzenden und lebendigen Lebensraum, in dem sich Betreuung, Bildung und Erziehung sinnvoll verbinden.

Wir begleiten Kinder im Grundschulalter auf ihrem Weg zu selbstständigen, verantwortungsbewussten und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten. Dabei fördern wir ihre Stärken, ihre Neugier und ihre Freude am Lernen ebenso wie soziale Kompetenzen, Mitbestimmung und Eigenverantwortung.

Vielfalt, Offenheit und gegenseitiger Respekt prägen unseren Alltag. Jedes Kind ist willkommen und wird in seiner Einzigartigkeit angenommen. Durch die Kombination aus fester Gruppenarbeit und offener Hortarbeit, Projektarbeit, Natur- und Umweltbildung sowie kreative, sportliche und kulturelle Angebote ermöglichen wir den Kindern eine abwechslungsreiche und gesunde Entwicklung.

In enger Zusammenarbeit mit Eltern, Schule und Partnern gestalten wir einen kindgerechten Alltag, der Sicherheit gibt, Freiräume schafft und Entwicklung ermöglicht.

2.4 Umsetzung der Trias: Betreuung – Bildung – Erziehung

Die Arbeit im Hort basiert auf einem ausgewogenen Zusammenspiel von Betreuung, Bildung und Erziehung.

 

Betreuung: Wir bieten ein verlässliches Betreuungsangebot auf der Grundlage pädagogischer Qualität; das schließt die Fürsorge und den Schutz der Kinder ein.


Bildung: Wir möchten unsere Einrichtung als einen Ort des Lernens, des Ausprobierens und Experimentierens verstehen; unter Beachtung der Eigenmotivation der Kinder in den verschiedenen Altersgruppen gestalten wir entsprechende Bildungsangebote mit unterschiedlichen Materialien und Themen.


Erziehung: Erziehung kann nur gelingen, wenn es eine vertrauensvolle Beziehung zwischen dem Kind und dem Erwachsenen gibt. Deshalb praktizieren wir in unserer Einrichtung einen partnerschaftlichen Erziehungsstil auf der Grundlage von gegenseitiger Achtung und Wertschätzung. Wir möchten den Kindern Hilfe, Orientierung und Unterstützung geben, indem wir sie selbst tätig werden lassen

 

Plattformen zu schaffen, in denen die Kinder soziale Kompetenzen,

wie Teamfähigkeit, Argumentationsfähigkeit, Kritikfähigkeit, die Fähigkeit zur Selbstreflektion, die Fähigkeit zum Denken in Zusammenhängen, die Leistungsbereitschaft und die Fähigkeit Verantwortung zu übernehmen erlernen, geben den Kindern die Chance, sich in der Gesellschaft zurecht zu finden und Möglichkeiten für ihre Entwicklung zu erkennen und zu nutzen.

 

Die Gruppenarbeit, kombiniert mit offener Hortarbeit, lässt das soziale Miteinander und die eigene individuelle Interessenbildung zu und fördert sie.

 

Dabei wird ein kindgemäßer Rhythmus von Lernen und Freizeitgestaltung durch eine abgestimmte Planung zwischen der Hortleitung, den Erziehern, den Eltern, der Schulleitung und den Lehrkräften ermöglicht.

 

Zu unseren Höhepunkten und Traditionen gehören:

  • Projekttage/-wochen im Rahmen unserer Projektarbeit „Der Natur auf der Spur“
  • monatliche, mit den Kindern gestaltete Hortveranstaltungen
  • Wandertage in Kooperation mit der Schule
  • Beteiligung an Klassenfahrten
  • Theaterfahrten
  • Bützow Land und für die Öffentlichkeit
  • Hortferienfahrten (1. Sommerferienwoche)
  • Tagesausflüge in den Winter-, Sommer-, und Herbstferien
  • monatliche Geburtstagspartys
  • öffentliche Kinoveranstaltungen mit dem Kino Club Güstrow (Oktober-März)
  • Interessengemeinschaften (nach den Herbstferien bis Schuljahresende)
  • Teilnahme an Veranstaltungen der Stadt Bützow (z.B. Sternen-Laternwanderung, Fest im Park, Gesundheitstag der Warnow Klinik Bützow und Adventsmarkt)

 

3. Pädagogische Arbeit im Hortalltag

3.1 Tagesstruktur

Der Tagesablauf ist klar strukturiert und berücksichtigt die Bedürfnisse der Kinder nach Orientierung, Bewegung, Entspannung und Mitbestimmung.

Frühhortbetreuung ab 6:00 Uhr

Die ankommenden Kinder melden sich über die Türklingel beim Erzieher an und bringen ihre Schultasche sowie Kleidung eigenständig zum Klassenraum. Schulanfänger werden in den ersten Wochen von der Eingangstür abgeholt und begleitet.

 

Für einen entspannten Start in den Tag nutzen wir folgende Räume:

  • Freizeitraum für Stufe 1 und 2
  • Mediothek für Stufe 3 und 4

 

Die Kinder der Stufe 3 und 4 können wählen, ob sie die Mediothek oder den Freizeitraum nutzen möchten. Sie entscheiden selbst nach ihren Bedürfnissen, womit sie sich beschäftigen wollen. Neben zahlreichen Spielen stehen Mal- und Bastelmaterial, ein Ruhebereich, eine Spielküche und Bücher zur Verfügung.

 

Um 7:45 Uhr, mit dem Klingelzeichen, werden die Frühhortkinder in die Klassenräume der Schule geschickt.

 

Nach Unterrichtsende 11:40 Uhr, 12:45 Uhr und 13:35 Uhr

Nach Unterrichtsende übernimmt der Erzieher oder die Erzieherin die Klasse bzw. Gruppe gemäß der Stundenplanung im Klassenraum und begleitet sie bis 14:30 Uhr.

In dieser Zeit finden folgende Aktivitäten statt: Gemeinsame Esseneinnahme, Hausaufgabenanfertigung, Freispiel und Kaffeepause (nur Stufe 1)

 

Im zweiten Schulhalbjahr dürfen die Kinder der Stufe 4 nach Unterrichtsende bis 14:30 Uhr selbstständig über ihren Tagesablauf entscheiden, mit Ausnahme der Hausaufgaben. Die Gruppenübernahme und Hausaufgabenanfertigung erfolgen weiterhin im Gruppenverband. Die Freizeitgestaltung findet in den Funktionsräumen des Hortes statt. Die unterschiedlichen Unterrichtszeiten ermöglichen eine individuelle Auslastung der Räume im Interesse der Kinder.

Nachmittagsangebote ab 14:30 Uhr

Jeden Montag, Dienstag und Donnerstag wird die Gruppenstruktur aufgelöst. Die hortoffene Arbeit beginnt und umfasst verschiedene Bildungsbereiche der Bildungskonzeption, darunter: Sport und Bewegung, Freispiel, Musik, Bildnerisches-ästhetisches Gestalten, Gesundheitserziehung, Naturwissenschaftliche Erfahrungen, Keramik, Entspannung, Kommunikation und Sprache, Medienerziehung, sowie Gartenarbeit und Welterkundung

Jedes Kind kann entsprechend seiner Interessen den Nachmittag aktiv gestalten.

Jeden Mittwoch und Freitag gibt es Gruppennachmittage, wobei insbesondere der Mittwoch für die monatlichen Interessengemeinschaften und Veranstaltungen genutzt wird.

Späthortbetreuung ab 16:00 Uhr

Die Späthortbetreuung erfolgt immer von 16:00 Uhr bis 17:00 Uhr. In den Ferien wird eine ganztägige Betreuung angeboten, wobei die vertraglichen Gegebenheiten Berücksichtigung finden.

3.2 Offene Hortarbeit

Die offene Hortarbeit ermöglicht den Kindern eine selbstbestimmte Auswahl von Angeboten. Die Planung erfolgt gemeinsam mit den Kindern und orientiert sich an deren Interessen und Entwicklungsständen.

 

Im Hortalltag werden alle Bildungsbereiche angesprochen. Zusätzliche Kursangebote wie Schach, Erste Hilfe, Modemachen und Interessengemeinschaften bieten spezifische Förderungen an. Diese Angebote sind besonders wichtig für Kinder aus sozial schwächeren Elternhäusern. Durch eine Vielfalt an Angeboten und Ausflügen können die Kinder wertvolle Erfahrungen außerhalb ihres familiären Umfeldes sammeln.

 

Die offenen Angebote im Hort sind an drei Tagen der Woche, Montag, Dienstag und Donnerstag, zwischen 14:30 und 16:00 Uhr für alle Ganztagskinder und Teilzeitkinder ab Stufe 2 zugänglich. Die Erzieherinnen und Erzieher planen diese Angebote entsprechend der Interessen und dem Alter der Kinder sowie unter Berücksichtigung der Vorgaben der Bildungskonzeption. Die Kinder werden aktiv in die Planung einbezogen, um ihre Bedürfnisse und Wünsche zu berücksichtigen.

Jede Woche wird eine Übersicht der wechselnden Angebote erstellt und zum Ende der Woche veröffentlicht. Diese kann von den Kindern im Haus auf drei verschiedenen Ebenen eingesehen werden: im Foyer (EG), vor dem Erzieherzimmer (1. OG) und vor dem Freizeitraum (2. OG). Zusätzlich ist der Plan auf der horteigenen Website für Kinder und Familien abrufbar.

3.3 Hausaufgabenbegleitung

Verantwortlichkeiten und Unterstützung

Der Hort bietet Unterstützung und Begleitung bei der Hausaufgabenanfertigung an, jedoch bleibt die Verantwortung bei den Eltern. Eine gemeinsame Vereinbarung zwischen Erziehern, Lehrern und Elternrat (Hausaufgabenkonzept) regelt die Umsetzung. Dabei, werden die Altersstruktur der Kinder und die Besonderheiten der Gruppen berücksichtigt.

Zeitplan für die Hausaufgabenanfertigung

  • Stufe 1 und 2: Die Hausaufgaben werden im Gruppenverband erledigt. Dauer: 20-30 Minuten. Es wird auf Richtigkeit, Vollständigkeit und Sauberkeit geachtet.
  • Stufe 3 und 4: Auch hier erfolgt die Anfertigung im Gruppenverband. Dauer: maximal 45 Minuten. Auch hier wird auf die Qualität der Hausaufgaben geachtet.

Hausaufgabenzimmer

Ab 14:30 Uhr steht ein Hausaufgabenzimmer zur Verfügung. Dieses ist für Kinder gedacht, die ihre Hausaufgaben bis 14:30 Uhr nicht im Gruppenverband erledigen konnten.

Herausforderungen bei der Hausaufgabenanfertigung

Wenn erkennbar ist, dass einzelne Kinder oder die gesamte Gruppe Schwierigkeiten mit den Aufgaben haben, entscheidet der Gruppenerzieher, ob die Hausaufgabe abgebrochen wird. Die endgültige Verantwortung für die Erfüllung der Hausaufgaben liegt jedoch bei den Eltern. Sie sollten sich über die Aufgaben informieren, sich diese von ihrem Kind zeigen lassen, und ihr Kind motivieren, die Aufgaben selbstständig zu lösen. Dies fördert die Eigenverantwortung der Kinder.

Individuelle Förderung

Dank des sozialen Engagements zweier Seniorinnen und weiterer Ehrenamtler*innen im Leseclub haben wir die Möglichkeit, die Kinder bei der Leseförderung zu unterstützen. Dies kommt sowohl Kindern mit Schwierigkeiten als auch leistungsstarken Kindern zugute.

3.4 Ferienbetreuung

Die Ferienbetreuung orientiert sich am Bedarf der Familien und bietet den Kindern erlebnisreiche Ferientage mit Projekten, Ausflügen und offenen Angeboten. Für alle Ferien wird ein spezielles Ferienprogramm erarbeitet, das täglich zwei auf die Kinder abgestimmte Angebote sowie einmal wöchentlich einen Tagesausflug (z. B. nach Rostock, Wismar, Schwerin, Güstrow etc.) umfasst.

 

Der Betreuungsbedarf wird mindestens vier Wochen vor Ferienbeginn erfragt. Eltern sollten spätestens 14 Tage vor Ferienbeginn ihren Bedarf eigenverantwortlich anzeigen.

3.5 Geburtstagsfeiern

Abhängig von der Anzahl der Kinder werden monatlich 1 bis 2 Geburtstagspartys für die jeweiligen Hortkinder organisiert. Die Geburtstagskinder dürfen einen Gast unabhängig vom Betreuungsvertrag mitbringen, um den besonderen Tag zu feiern.

3.6 Monatliche Höhepunkte

Einmal pro Monat, jeweils mittwochs, findet eine besondere Veranstaltung statt. Der Veranstaltungskalender wird zum Ende des Schuljahres für das kommende Schuljahr veröffentlicht, um frühzeitige Planung zu ermöglichen.

 

4. Bildungs- und Förderangebote

4.1 Interessengemeinschaften

Die Interessengemeinschaften beginnen jährlich nach den Herbstferien und werden durch pädagogische Fachkräfte, Honorarkräfte und Ehrenamtliche begleitet.

Sowohl Teilzeitkinder als auch Hauskinder können an diesen IGs teilnehmen. Teilzeitkinder dürfen, mit Genehmigung des Trägers und im Sinne der Chancengleichheit, ohne zusätzliches Entgelt bis 16:00 Uhr teilnehmen.

4.2 Generationsarbeit

Der demografische Wandel hat in Bützow Einzug gehalten und zeigt sich durch zahlreiche Pflegeeinrichtungen und seniorengerechte Wohnangebote. Bereits im Grundschulalter wird die Generationsarbeit thematisiert, um Akzeptanz und Toleranz zwischen Alt und Jung zu fördern. Gemeinsam geplante Erlebnisse und Projekte nutzen die Wissenspotenziale der älteren Generation.

 

Es gibt regelmäßige Aktivitäten wie Interessengemeinschaften, den Oma-Opa-Tag und Projekte von Alten für Junge sowie Auftritte der Jungen für Alte. Sechs Senioren engagieren sich regelmäßig und mit großem Erfolg in verschiedenen Interessengebieten für die Kinder.

 

Die Kinder der ersten Klasse haben wöchentlich die Möglichkeit, Lesedefizite mit ihrer „Lese Omi“ auszugleichen. Im „Lese Club“ können leseinteressierte Kinder aus der zweiten Klasse in Absprache mit Erziehern und Lehrern ihre Freude am Lesen entwickeln und vertiefen. Zwei Seniorinnen unterstützen zweimal wöchentlich die Kinder der Stufe 2-4 bei den Hausaufgaben und der Sprachvermittlung.

 

In den Interessengemeinschaften übernehmen drei Senioren die Leitung für Malerei und Grafik, Handarbeit und Kegeln. Zudem sind einzelne Gruppen regelmäßig Gast in den benachbarten Pflegeheimen des DRK und Hefftler, um die Bewohner mit aktuellen Liedern und Tänzen zu unterhalten.

4.3 Umgang mit Diversität und Inklusion

Die pädagogische Arbeit ist integrativ und inklusiv ausgerichtet. Unterschiedliche kulturelle, soziale und individuelle Voraussetzungen werden wertschätzend berücksichtigt.

 

Sie basiert auf den gesetzlichen Vorgaben gemäß § 1 Abs. 4 KiföG M-V in Verbindung mit § 1 Abs. 1 FrühKiBiVO M-V. Wir fördern Toleranz und Aufgeschlossenheit gegenüber Menschen. Unterschiedliche kulturelle, soziale und individuelle Voraussetzungen werden wertschätzend berücksichtigt.

 

Dies schafft ein Umfeld, in dem sich jedes Kind in seiner Einzigartigkeit anerkannt und akzeptiert fühlt.

4.4 Sprachliche und gesellschaftliche Integration

Sprachförderung erfolgt sowohl im Alltag als auch durch gezielte Angebote, insbesondere für Kinder mit Deutsch als Zweitsprache.

Wir legen großen Wert auf die sprachliche und gesellschaftliche Integration der Kinder. Durch zahlreiche Angebote, die sowohl im Alltag als auch gezielt umgesetzt werden, können Kinder ihre Sprachfähigkeiten verbessern und neue Erfahrungen sammeln.

Beispiele für Sprachliche Integration in der Gruppenarbeit

  • Tägliches Lesen: Regelmäßiges Lesen fördert die Sprachkompetenz und das Textverständnis.
  • Offener Buchverleih: Kinder können Bücher ausleihen und so ihre Leselust entdecken.
  • Vorlesen während der Kaffeezeit: Zum Beispiel mit dem Kamishibai, um die Fantasie der Kinder anzuregen.
  • Erzählrunden: Auswertung von Ferien, Wochenenden oder aktuellen Themen, um die Kommunikationsfähigkeiten zu stärken.
  • Einzelförderung bei den Hausaufgaben: Speziell für Kinder mit Migrationshintergrund, um ihnen gezielte Unterstützung zu bieten.

Beispiele für sprachliche Integration in der offenen Arbeit

  • Tägliche wechselnde Angebote im Bildungsbereich Sprache: Vielfältige sprachliche Aktivitäten, die die Neugier der Kinder wecken.
  • Wöchentlicher Leseclub: In Kooperation mit dem Krummen Haus, um das Interesse am Lesen zu fördern und weiter zu entwickeln
  • Diverse Auftritte mit Moderation und darstellendem Spiel: Veranstaltungen wie Fest im Park oder Fußballturniere bieten Kindern die Möglichkeit, ihre Sprachfähigkeiten in der Praxis zu erproben und zu verbessern.

 

Durch diese vielfältigen Angebote schaffen wir eine Umgebung, in der Kinder ihre sprachlichen und sozialen Fähigkeiten entfalten können.

4.5 Gesundheitsförderung

Gesundheitsförderung umfasst Bewegung, Ernährung, Hygiene, Stressbewältigung und eine bewusste Esskultur.

 

Die Esseneinnahme erfolgt im Gruppenverband, in kulturvoller, ruhiger Atmosphäre.

Wir achten verstärkt auf Esskulturen, den Umgang mit Esswaren und nutzen die Themen der gesunden Ernährung in Interessengemeinschaften und an Gruppennachmittagen, um eine selbstkritische Reflektion im Umgang der Kinder mit Esswaren zu fördern.

(Beschluss des Elternrates vom 22.10.2012 zum Umgang mit Süßwaren.)

 

Spezielle Angebotskurse wie z.B. „Gesund in den Mund“ soll den Kindern einen bewussten Umgang mit Lebensmitteln vermitteln.

 

In Elternversammlungen und Entwicklungsgesprächen bitten wir um ein gesunde gefüllte Brotdose für die Kaffeepause. Täglich gemeinsame Spiele innerhalb der Gruppenarbeit, diverse Sportangebote in der offenen Hortarbeit bietet allen Kindern täglich die Möglichkeit der Bewegung, bieten Möglichkeiten der Stressbewältigung und sensibilisieren die Kinder für einen bewussten und gesunden Umgang mit dem eigenen Körper durch:

  • Täglich wechselnde Angebote in den Bereichen: Entspannung, Gesundheitserziehung, Sportspiele und Bewegung.
  • Themenbezogene Veranstaltungen z.B. Lustiges Sportfest, Fußballturniere, Innehalten und genießen, auf Schusters Rappen

5. Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung

5.1 Strukturqualität

In unserer Schule existieren insgesamt 11 altershomogene Gruppen, die sich wie folgt aufteilen:

  • 3 Klassen der Stufe 1
  • 2 Klassen der Stufe 2
  • 3 Klassen der Stufe 3
  • 3 Klassen der Stufe 4

 

Zusätzlich gibt es eine altersgemischte DAZ-Klasse (Deutsch als Zweitsprache). Diese Gruppen werden entsprechend ihres Alters, ihrer Besonderheiten und der Klassenzugehörigkeit in elf Gruppen betreut. Die Gruppenzusammensetzung basiert vordergründig auf pädagogischen Ansätzen und dem „Integrationsgedanken“.

Die Klassen der Stufen 1 bis 4 fungieren gleichzeitig als Hortgruppen, wobei jede Gruppe von einem verantwortlichen Erzieher*in wird. Die Kinder der altersgemischten DAZ-Klasse werden ihrem Alter entsprechend in den Gruppen der jeweiligen Jahrgangsstufen zugeordnet.

5.2 Prozessqualität

Die Kinder planen und gestalten mit den Erziehern gemeinsam die Freizeit. Dazu gehören nicht nur die wechselnden Angebote, sondern auch Veranstaltungen. Die anschließenden Auswertungsgespräche mit den Kindern im Gruppenverband werden in den wöchentlichen Dienstberatungen einbezogen dienen der Reflexion und Optimierung der täglichen Arbeit.

5.3 Beteiligung der Kinder

Die Kindervertretung „Junior Kids“ ermöglicht eine aktive Mitbestimmung der Kinder im Hortalltag.

 

Die sind ein wichtiges Gremium, das die aktive Beteiligung der Kinder an ihrer Freizeitgestaltung fördert. Jedes Jahr wird diese Kindervertretung demokratisch von allen Schülern der Schule für ein Schuljahr gewählt. In monatlichen Beratungen diskutieren und setzen die Junior Kids die Belange der Kinder um. Dies ermöglicht den jungen Teilnehmern, Verantwortung zu übernehmen und ihre Interessen zu vertreten, was zu einem positiven und integrativen Schulleben beiträgt.

5.4 Elternarbeit

Die Zusammenarbeit mit den Eltern ist von Transparenz, Offenheit, Austausch und Kooperation geprägt. Seit März 2003 hat die Elternarbeit eine neue Qualität erreicht. Durch den Zusammenschluss des Hort- und Schulelternrates zu einem gemeinsamen Gremium wurde sowohl die organisatorische als auch die inhaltliche Zusammenarbeit intensiviert.

 

Zwischen den Elternhäusern und dem Hort findet ein ehrlicher, konstruktiver und auch kritischer Gedankenaustausch statt. Die Eltern werden durch unterschiedliche Informationswege – wie Elternbriefe, Berichte der Kinder über besondere Erlebnisse, die Internetseite des Hortes, die Hortzeitschrift „Käseblatt, sowie Medienberichten bei Güstrow TV, im Amtsblatt der der Bützow – regelmäßig über aktuelle Vorgänge informiert.

 

Der Elternrat trifft sich mindestens zweimal jährlich. Die Elternvertreter der einzelnen Gruppen agieren darüber hinaus individuell entsprechend ihres jeweiligen Arbeitsplanes. Elternversammlungen werden ebenfalls halbjährlich durchgeführt.

 

Bei Höhepunkten, Projekten und Gruppenveranstaltungen bringen sich die Eltern aktiv ein. Sie unterstützen die pädagogische Arbeit durch die Übernahme von Aufgaben und bieten ihre Hilfe eigenständig an.

 

Elternversammlungen, Elterngespräche und Sitzungen des Elternrates werden – bei Übereinstimmung der Betreuungskriterien und beidseitigem Bedarf – gemeinsam von Erziehern und Lehrern durchgeführt.

 

Einmal jährlich findet als gemütlicher Jahresausklang ein gemeinsames Adventsbasteln bzw. Weihnachtsschmücken statt. Diese Veranstaltung bietet dem Elternrat und den Pädagogen die Möglichkeit, sich auf einer persönlichen Ebene auszutauschen und besser kennenzulernen.

 

Bei Projekten, Arbeitseinsätzen, in Interessengemeinschaften sowie bei Großveranstaltungen sind die Eltern aktiv beteiligt und stehen dem Hort mit Rat und Tat zur Seite.

 

Die Gründung des Fördervereins „Hort am Schloßplatz e. V.“ auf Initiative der Eltern im Oktober 2025, stellt eine weitere, nachhaltige Form der Zusammenarbeit und Unterstützung dar.

5.5 Qualitätsmanagement

Interne bzw. externe Qualitätsfeststellung

Planung, Beobachten, gegenseitige Hospitationen und Reflexion des eigenen Handelns sind Voraussetzung für gute pädagogische Arbeit mit den Kindern und den dazugehörigen Familien. 

In unregelmäßigen Abständen erstellen wir gemeinsam mit Vertretern des Elternrates Fragebögen zur Befragung der Kinder und Eltern. Die Ergebnisse der Analyse ist Grundlage die Qualität zu optimieren.

Qualitätsentwicklung

Auf der Grundlage des §17 Abs. 3 KiföG werden jährlich allen Erzieher/-innen 5 Arbeitstage als Fort- und Weiterbildung gewährt.

Angebote der fachlichen Weiterbildung werden von allen Erzieher/Innen rege in Anspruch genommen. Dabei kommen Referenten auch für Inhouse Weiterbildungen direkt in unsere Einrichtung.

Qualitätssicherung

Die wöchentlich stattfindende Dienstberatung dient der Organisation des Hortalltages und der Auseinandersetzung mit pädagogischen Schwerpunkten.

weitere Maßnahmen zur Qualitätssicherung:

  • Selbststudium der Mitarbeiter/-innen
  • Gegenseitige Hospitationen
  • Mitarbeitergespräche (2mal jährlich)
  • Informationsaustausch zu Fachlichen Themen
  • Supervisionen
  • Kollegiale Beratung

Qualitätsstandards und deren Umsetzung

  • Umsetzung der Bildungskonzeption M-V
  • Teilnahme an Weiterbildungen, Fachtagen
  • Austausch bei diversen Netzwerktreffen mit Fachkräften
  • Kooperationen mit Vereinen, Einrichtungen der Stadt Bützow und Mitarbeitern zur Hilfe für Erziehung
  • Umsetzung Kooperationsvertrag mit der Schule
  • Umsetzung Hausaufgabenkonzept

Besonderheiten des Leistungsangebotes

In der Einrichtung geht die Betreuung in Regelgruppen und „integrativen“ Gruppen über die gesetzlich festgelegte Betreuungszeit von 6 Stunden arbeitstäglich hinaus

Leider lässt der Gesetzgeber eine Klasse = gruppenbezogene Betreuung nicht zu, so dass diese Kinder nach dem Unterricht in Regelgruppen integriert werden. Die pädagogischen Erfahrungswerte haben uns veranlasst, die DAZ–Kinder bis zur Aufnahme in den Regelgruppen zu integrieren.

Schulvorbereitung

Am Tag der offenen Tür erhalten Kinder und Eltern erste Informationen zur Schule sowie zur Hortbetreuung. Die Kinder lernen dabei erstmals das Schulgebäude mit seinen Räumlichkeiten kennen und bekommen einen kleinen Einblick in den Schulalltag.

 

In der anschließenden Versammlung werden die Eltern umfassend über den Schul- und Hortbetrieb informiert. Währenddessen erkunden die Kinder im Rahmen eines Stationsbetriebs die Einrichtung und lernen die dort tätigen Pädagoginnen und Pädagogen kennen.

Zusätzlich werden mit jedem Elternteil persönliche Anmeldegespräche durch die Hortleitung geführt.

Einmal jährlich nimmt die Schul- und Hortleitung an den Elternversammlungen der Vorschulkinder in der Kindertagesstätte teil um den Eltern zu erklären welche Eigenschaften eine gute Voraussetzung bilden für den Start in der Grundschule.

5.5 Konzeptionsfortschreibung

Die Konzeption wird jährlich evaluiert und angepasst. Die Hortleitung erarbeitet in den Dienstberatungen gemeinsam mit dem Team die Konzeptionellen Anpassungen und Veränderungen.

6. Netzwerkarbeit und Kooperationen

 

Der Hort am Schlossplatz kooperiert unter anderem mit:

- der Grundschule
- Vereinen (TSV Bützow, Filmclub Güstrow, Rostock Seawolves, Förderverein Hort am Schloßplatz, Miniaturstadtverein e.V.

- kulturellen Einrichtungen der Stadt Bützow
- sozialen Einrichtungen Kitas und Horte und Beratungsstellen vom IB, Diakonie, Lebenshilfe, Amt Bützow Land, Barlachstadt Güstrow und ILL
- regionalen Umwelt- und Naturschutzpartnern

Die Zusammenarbeit dient der qualitativen Weiterentwicklung der pädagogischen Arbeit.