Natur- und Umweltprojekt 2022

 

 

"Unsere gemeinsame Mutter Natur zeigt ihren Kindern immer deutlicher, dass ihr der Geduldsfaden gerissen ist."

                                                                                                                         -Dalai Lama-

 

Beteiligte

 

BQG, Hort am Schlossplatz, Transportunternehmen, Honorarkräfte, Stadtverwaltung und Bürger der Stadt und des Umlandes, Wildpark Güstrow, Natur und Garten MV,  Biota, Spezialisten in den Fachbereichen,  Zoo Rostock, Kompostieranlagebesuch, Förster, Zoologisches Institut Rostock

 

Hintergrund

 

Die Kinder werden heute bereits mit den Auswirkungen unseres falschen Verhaltens im Umgang mit der Natur konfrontiert. Die intensive Auseinandersetzung mit allem, was Natur und Umwelt ausmacht soll helfen den Kindern den Blick für einen nachhaltigen Umgang mit dieser zu schärfen.

 

Ziel:

 

Die Kinder erlangen spezifisches Wissen über den Verrottungsprozesse im Kompost des "Garten der Sinne" vor Ort und damit über den natürlichen Kreislauf in der gesamten Natur. Sie erkennen die wichtige Rolle der Klein -und Kleinstlebewesen bei der Umwandlung von abgestorbenem Material zu nährstoffreichem Boden.

Sie befassen sich mit den Tieren des Waldes, insbesondere mit dem Wildschwein und erkennen den Unterscheid zwischen einem Jäger und Förster.

Die in der Experimentierwerkstatt ausgestellten Vogelpräparate, gesponsort vom Gymnasium, sorgten für ein hohes Interesse sich mit den einheimischen Vogelarten auseinanderzusetzen und dabei die wesentlichen Merkmale und den "Gesang" der Vögel zu unterscheiden.

Die Erkenntnisse über die Ursachen des Vogelsterbens und der mögliche Einsatz für den Artenschutz ermöglichen den Kindern die Chance nicht hilflos zusehen zu müssen, sondern sich aktiv in den Schutz der Natur einzubringen.

 

Zielgruppe:

 

Ca. 100 Kinder, die sich den oben genannten Themen stellen, realisieren mit den Pädagogen, Experten und Ortskundigen die Projekte.

Alle Altersgruppen von 6 bis 11 Jahren erweitern ihr Wissen und nutzen dieses um sich vertiefend mit den Umwelt- und Naturfragen auseinanderzusetzen.

 

 

Realisierung und Dokumentation

 

 

Stufe 1 - Projekt "Wie Komposttiere kompostieren"

 

Die Kinder beobachten und untersuchen die Vorgänge in unserem Kompost. Sie beantworten die Fragen welche Lebewesen zu welchem Zeitpunkt des Verrottungsprozesses im Komposthaufen zu finden sind, welche Aufgaben und welchen Nutzen sie für uns haben, was sie zersetzen können und was nicht und welche Bedingungen für die Tiere am idealsten sind um zu kompostieren.

Dabei wird der vorhandene Kompost umgesetzt, das Material zerkleinert und eine Neuschichtung und Aussiebung vorgenommen. Ein zusätzliches, neues Kompostfeld wird mit einem Sichtfenster versehen, so dass Beobachtungen möglich werden. Der Besuch einer Kompostanlage erklärt den Kreislauf und die Möglichkeit der persönlichen Einflussnahme z.B. bei der richtigen Nutzung der Bio- Tonnen.

Die Zusammenarbeit erfolgt vor allem mit "Natur im Garten  MV".

Die Ergebnisse werden in einer Mappe dokumentiert. Es entsteht eine Schautafel über das Leben im Kompost. Dauerpräparate werden angefertigt für unser Mikroskop.

 

Stufe 2 - Projekt " Naturdetektive entdecken den Wald"

 

Die Kinder der Stufe 2 erobern als Detektive den Wald und erforschen den Lebensraum der Tiere. Hierbei werden sie von Förstern begleitet, die ihr umfassendes Wissen an die Kinder im Schlemminer Wald anschaulich vermitteln.

Der Wildpark bietet vielfältige Möglichkeiten das erlangte Wissen durch Umweltpädagogen vertiefen zu lassen. Dabei lernen sie das Wildschwein in seiner Besonderheit kennen und begreifen, dass die afrikanische Schweinegrippe auch Auswirkungen auf die Menschen hat.

Die Kinder erkennen, dass es zwischen den ihnen bekannten Förstern und Jägern Unterscheide in den Aufgaben gibt und welche Aufgaben die Vordergründigen der Beiden sind. Eine Müllsammelaktion im Wald lässt die Kinder begreifen, dass wir Menschen Verantwortung für  die Verschmutzung der Wälder tragen und sensibilisieren sie dieses nicht zu tun.

 

Mit einer Wald- und Sinneskiste und einem Plakat über das Wildschwein können Kinder des Hortes sich mit den Themen des Waldes und des Wildschweines auseinandersetzen. Eine Fotodokumentation zeigt, wie die Kinder der Stufe 2 als Naturdetektive zu neuen Erkenntnissen kamen.

 

Stufe 3 - Projekt "Vögel unserer Heimat"

 

Die Kinder setzen sich mit den einheimischen Vögeln auseinander. Sie lernen dabei die
Arten näher kennen. Es werden spezielle Lebensräume, deren Merkmale und Besonderheiten im Verhalten der Vögel beschrieben. Sie erlangen Wissen über die Ernährung und den "Gesang" der einzelnen Vogelarten.

Ein die Kinder beeinflussendes Thema - Das Artensterben - soll sensibilisieren und Möglichkeiten eröffnen, helfen zu könen.

Mit dem Bewusstsein, dass die Kinder im Kreislauf der Natur eingebunden sind und durchaus Chancen haben das Denken und Handeln im Interesse der Arten einzusetzen, erfolgt durch eine tiefere Kenntnis über die Arten.

Der Ornithologe Herr Seewald und die Mitarbeiter von Biota werden ihr reiches Wissen an die Kinder weitergeben und der Besuch des Wildparkes vertieft die Erkenntnisse.